So nutzt Du den Rechner
Der Rechner schätzt Deinen monatlichen PKV-Beitrag als Selbstständige:r oder Freiberufler:in in einem guten Komforttarif. Stell dafür oben ein:
- Eintrittsalter: Je früher Du einsteigst, desto günstiger der Beitrag, weil mehr Alterungsrückstellungen aufgebaut werden.
- Leistungsniveau & Selbstbehalt: Mehr Leistung kostet mehr, ein höherer Selbstbehalt senkt den Beitrag spürbar.
- Gesundheitszustand: Vorerkrankungen können zu Zuschlägen führen, sehr guter Gesundheitszustand oft zu besseren Konditionen.
- Krankentagegeld: Für Selbstständige besonders wichtig, denn ohne Arbeitgeber gibt es keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
Als Selbstständige:r trägst Du den Beitrag voll selbst, einen Arbeitgeberzuschuss gibt es nicht. Rechts siehst Du Deinen geschätzten Beitrag sofort. Die Werte sind realistische Orientierungswerte, kein verbindliches Angebot.
PKV für Selbstständige: das Wichtigste
Selbstständige und Freiberufler sind in der Wahl ihrer Krankenversicherung frei, unabhängig vom Einkommen. Das macht die PKV für viele attraktiv:
- Du kannst unabhängig vom Einkommen in die PKV wechseln, es gilt keine Versicherungspflichtgrenze wie bei Angestellten.
- Der Beitrag richtet sich nach Alter, Gesundheit und Leistung, nicht nach dem Gewinn, in guten Jahren zahlst Du also nicht automatisch mehr.
- Du zahlst den Beitrag in voller Höhe selbst, dafür bekommst Du meist mehr Leistung als in der freiwilligen gesetzlichen Versicherung.
Zur Einordnung: Laut PKV-Verband liegt der durchschnittliche PKV-Beitrag 2026 bei rund 617 € pro Monat. Für junge, gesunde Selbstständige liegt ein guter Komforttarif je nach Selbstbehalt häufig darunter, mit dem Alter steigt der Beitrag.
Tarife & Leistung
Für Selbstständige kommt es weniger auf den Namen des Versicherers an als auf die garantierten Bedingungen. Diese Anbieter tauchen in aktuellen Vergleichen und Ratings (Finanztest 2025, Franke & Bornberg 2025/2026) regelmäßig mit starken Komforttarifen auf:
| Versicherer | Komforttarife (Beispiele) | Niveau |
|---|---|---|
| Hallesche | NK / KViP-Linie | Komfort / Premium |
| SDK | GV / Komfort-Linie | Komfort / Premium |
| Signal Iduna | Komfort-Tarife | Komfort / Premium |
| Universa | uni-med A/C/E | Komfort / Premium |
| Barmenia / Continentale | Komfort-Linien | Komfort / Premium |
| HanseMerkur / AXA / DKV | Standard- bis Premium-Tarife | Basis bis Premium |
Wichtig sind offene Erstattung bei Höchstsätzen, Zahnersatz, Heilpraktiker und Psychotherapie sowie die Beitragsstabilität. Genau das vergleichen wir als unabhängige Makler über den gesamten Markt, nach Leistung statt nach Provision.
Fallbeispiel mit Zahlen
Freiberufler, 32 Jahre, hauptberuflich selbstständig
Guter Komforttarif, sehr guter Gesundheitszustand, 600 € Selbstbehalt und Krankentagegeld ab Tag 43.
| Position | Betrag / Monat |
|---|---|
| Voller Beitrag (Komforttarif) | ca. 590 € |
| Arbeitgeberzuschuss | entfällt (selbstständig) |
| Eigenanteil | ca. 590 € |
Ein höherer Selbstbehalt oder ein etwas schlankeres Leistungsniveau senken den Beitrag spürbar, mehr Leistung erhöht ihn. Entscheidend ist, dass die wichtigen Leistungen garantiert sind und der Tarif langfristig stabil bleibt, nicht nur der Startbeitrag.
Krankentagegeld & Basistarif
Zwei Punkte sind für Selbstständige besonders wichtig:
- Krankentagegeld: Da es keine Lohnfortzahlung gibt, sollte das Krankentagegeld Deinen laufenden Bedarf decken. Üblich ist ein Beginn ab Tag 43, auf Wunsch früher.
- Basistarif als Sicherung: Jeder Versicherer muss einen Basistarif anbieten, der im Leistungsumfang der GKV entspricht und dessen Beitrag gedeckelt ist, ein Sicherheitsnetz, falls sich Deine Lage ändert.
Beitrag im Alter
Die wichtigste Frage bei der PKV lautet nicht „Was kostet sie heute?", sondern „Bleibt sie auch im Alter bezahlbar?". Zwei Mechanismen helfen dabei:
- Alterungsrückstellungen: Ein Teil Deines Beitrags wird verzinst zurückgelegt, um den Beitrag im Alter zu dämpfen.
- Beitragsentlastung: Mit einem Entlastungstarif reduzierst Du planbar Deinen Beitrag ab Renteneintritt, oft lohnt sich das steuerlich, weil Betriebsausgaben oder Sonderausgaben greifen können.
Historisch sind die Beiträge je Versicherten von 2006 bis 2026 um durchschnittlich 3,4 % pro Jahr gestiegen. Genau deshalb planen wir Beitragsentlastung von Anfang an mit, statt nur auf den Startbeitrag zu schauen.
Häufige Fragen
Kann ich als Selbstständige:r einfach in die PKV?
Ja. Selbstständige und Freiberufler sind unabhängig vom Einkommen frei in der Wahl und können in die PKV wechseln. Entscheidend sind Alter, Gesundheit und der gewählte Tarif.
Wie genau ist der Rechner?
Der Rechner liefert eine realistische Orientierung auf Basis echter Marktdaten und veröffentlichter Beispielbeiträge. Dein tatsächlicher Beitrag hängt von der Gesundheitsprüfung, dem konkreten Tarif und dem Anbieter ab und steht erst nach einer individuellen Prüfung fest.
Warum ist das Krankentagegeld so wichtig?
Als Selbstständige:r gibt es keine Lohnfortzahlung. Das Krankentagegeld ersetzt Dein Einkommen, wenn Du länger ausfällst. Es sollte so bemessen sein, dass Deine laufenden Kosten gedeckt sind.
Was passiert, wenn mein Einkommen schwankt?
Der PKV-Beitrag hängt nicht vom Gewinn ab, er bleibt in schwachen wie starken Jahren gleich. Als Sicherheitsnetz gibt es zusätzlich den gedeckelten Basistarif.
Bekomme ich hier ein verbindliches Angebot?
Nein. Der Rechner ist eine Orientierung. Ein verbindliches Angebot entsteht erst nach einer individuellen Prüfung, zum Beispiel im kostenlosen Erstgespräch.


